Schlachtfest bei Schmidt

Mit meinem bisher einzigen Theaterstück habe ich 2008 Neuland betreten. Herausgekommen ist dabei ein humoriger, ländlicher Kriminalschwank in 3 Akten für Amateurtheater-Bühnen mit dem Titel "Schlachtfest bei Schmidt".

Das Stück ist im Reinehr Verlag (www.reinehr.de) erschienen. Interessierte Theatergruppen können sich direkt beim Verlag informieren.

Schlachtfest bei Schmidt

Zum Inhalt:
Um 1980. Bei Schmidts steht das jährliche Schlachtefest an. Im Nachbarhaus ist kurz zuvor ein Rentner-Ehepaar aus Berlin eingezogen und hat, wie zu jener Zeit im Harz und am Harzrand üblich, seinen Altersruhesitz auf dem Land eingerichtet.
Eines Novembermorgens schreckt sie ein Schuss aus dem Schlaf. Ganz sicher ist dort drüben, bei den eingeborenen Nachbarn jemand erschossen worden. Die Polizei muss her!
Die Schmidts erklären den Neuen aus Berlin (die sie mit viel Misstrauen beäugen), sie hätten ihre Tante Käthe geschlachtet. Das bestärkt die Neuen aus Berlin in ihrer Annahme, die alteingesessenen Dörfler im Nachbarhaus seinen brutale Mörder, die auch sie ermorden könnten.
Als schließlich die Polizei in Gestalt von Kommissar Mordmüller und Assistent Harald (Harry) Nierenstein eintrifft, gewinnt das Geschehen an Dramatik, nicht zuletzt, weil Mordmüller als NVA-Major aus Dresden irrtümlich bei einem Gefangenenaustausch in den Westen gelangt und bei der Kripo untergekommen ist. Auch Assistent Harry trägt dank seines Namens und seiner Funktion als Kriminalassistent dazu bei, dass die tatverdächtigen Schmidts und Schlachter Bornemann sich als Mitwirkende in einem Fernsehkrimi sehen, der auf ihrem Anwesen gedreht wird.
Die Schmidts können nicht verstehen, warum sich die Polizei für sie interessiert, und nur, weil sie so eine alte Sau, wie Tante Käthe geschlachtet haben. Es ist allerdings auch etwas ungewöhnlich, ein weibliches Hausschwein auf den Namen „Tante Käthe“ zu taufen. Da muss man ja als Polizist auf dumme Gedanken kommen!
Einen beträchtlichen Teil zu den Verwicklungen und den Schwierigkeiten bei der Aufklärung des vermeintlichen Mordes tragen Kioskbesitzerin Gisela und ihre Bekannte Ulla Henkelmann bei. Die eine hat ihren Kiosk in Sichtweite des Schmidtschen Anwesens stehen und bekommt daher alles mit, was sich bei den Schmidts und deren Nachbarn zuträgt. Zumindest in groben Zügen. Das lässt ihr genug Spielraum für eigene Interpretationen des Gesehenen und Gehörten. 
Ulla Henkelmann wiederum ist das typische Tratschweib, das überall mittendrin dabei ist, ob gebeten oder ungebeten. So kommt sie extra vom anderen Ende des Dorfes, um sich ihren Anteil am Schmidtschen Schlachtefest zu sichern, nämlich eine Kanne Brühe. Klar, dass sie sich bei Kioskfrau Gisela erst einmal die neuesten Neuigkeiten berichten lässt, die nicht besonders beruhigend klingen. Aber Ulla wagt sich trotz aller Mordgerüchte dennoch zu den Schmidts. Der Lockruf der Brühe ist stärker. 
Dank Ullas Hang zum Doppelkorn entgleitet ihr später die Kontrolle und es bedarf erst eines Schluckes von Giselas Gegengift, ehe die zwei Frauen selbst die Ermittlungen aufnehmen können, um Mafiabosse, Ost-Spione, Bankräuber, Kannibalen und ähnliches Gesindel dingfest zu machen.
Aufklärung in den Fall bringt zu guter Letzt die seelenruhige Ermittlungsarbeit von Kommissar Mordmüller, die sich vor allen Dingen auf die kulinarischen Herausforderungen konzentriert, die so ein Schlachtefest ebenso bereithält, wie das Kuchenbuffet der neuen Nachbarn aus Berlin.